Agentur
Bureau Hindermann GmbH
Auftraggeber
Ruckstuhl AG
Anzahl Besucher
Zur Zurich Design Weeks 2025 verwandelt Bureau Hindermann die Räume von Soeder im Zürcher Hauptbahnhof in ein Spiegelkabinett. Unter dem Titel WIEDER SPIEGELN entfaltet sich hier eine Inszenierung, die die neue Teppichkollektion von Ruckstuhl feiert. Eine Kollektion, die Entwürfe des Schweizer Architekten- und Designerpaares Trix und Robert Haussmann wieder als Teppiche zugänglich macht. Darunter sind sowohl Ikonen wie auch bisher unveröffentlichte Arbeiten.
Beim Durchqueren der Passage des Hauptbahnhofs eröffnet sich den Passant:innen ein besonderes Highlight: Durch einen Türbogen fällt der Blick auf einen Säulenstumpf aus der Lehrstück-Reihe von Trix und Robert Haussmann, der mit spiegelnden Böden aufgefächert und so zu einem skulpturalen Präsentationsobjekt transformiert ist. Er ist Auftakt und Einladung zugleich, den Raum zu betreten.
Im Inneren öffnet sich ein quadratischer Saal. Acht runde Spiegel sind zu einem Kreis gefügt und rahmen den Teppich Stripes (1984). Auf einem Podest entfaltet er sein illusionistisches Schwarz-Weiss-Muster, das wie ein gefaltetes Tuch wirkt. Die Spiegel greifen ein zentrales Gestaltungsmittel der Haussmanns auf: Sie vervielfältigen das Motiv, reflektieren es im übertragenen Sinn und spiegeln zugleich die historische Architektur des Bahnhofs. Wer auf dem Teppich Platz nimmt oder sich ins Zentrum legt, erfährt eine kaleidoskopische Wirkung, die Raum und Objekt neu verschränkt. Die Installation zeigt zugleich, dass auch die langjährige Arbeit von Bureau Hindermann mit Spiegeln im Raum ihren Ursprung im Werk der Haussmanns hat.
Hinter der Inszenierung schimmert die Spacegrid Edition 2025: eine 2,5 × 2,5 Meter grosse Wandtapisserie mit Spiegelintarsien. Bureau Hindermann interpretiert damit für den Werkverlag Edition-H einen Entwurf von 1986 für das Hotel Atlantis neu. Es bildet den Auftakt einer Reihe von Editionen, die das Werk von Trix und Robert Haussmann in die Gegenwart tragen.